Auch das gehört dazu…

Hier möchte ich nochmal eine Geschichte aus unserem B-Wurf berichten. Denn auch die weniger schönen Momente des Züchter-Daseins gehören dazu und ich möchte sie nicht verschweigen. Ich sehe es eher als meine Pflicht, auch darüber offen zu berichten, genauso wie über die Erfolge meiner Hunde und der Nachkommen.

Das hier ist KrĂĽmel – Kehrwieder Berlin

Er ist nicht nur ein wunderbarer, liebenswerter kleiner Kerl, er hat leider dazu einen intrahepatischen Lebershunt. Für alle nicht-(Tier)-Mediziner: Vereinfacht gesagt ist das ist eine angeborene Fehlbildung der Blutgefäße in der Leber. Rund um die Geburt verschließt sich normalerweise ein Blutgefäß, dass an der Leber vorbeiführt. Bis dahin übernimmt die Leber der Mutter alle Aufgaben. Bei einem Lebershunt fehlt dieser Verschluß, das Gefäß bleibt offen. Dadurch kann die Leber ihre Aufgaben nur schlecht wahrnehmen, weil das Blut an ihr vorbei fließt. Um die Symptome zu mindern, bekommt er ein Diätfutter, das speziell auf Lebererkrankungen abgestimmt ist. Damit kommt er gottseidank sehr gut zurecht. Im Dezember 2019 wurde er in der Tierklinik in Gießen operiert und in den nächsten Monaten wird sich zeigen, ob diese OP erfolgreich war. Dann könnte er tatsächlich ein ganz normales Leben führen, was wir natürlich hoffen. Die Sorgen, die Gedanken und Entscheidungen, die wir uns rund um ihn gemacht haben, haben uns in diesem Jahr begleitet, aber sie gehören dazu, wenn man züchtet. Wir danken allen Menschen, die uns dabei unterstützt haben, ganz besonders seiner Pflegefamilie!!

Falls sie Fragen oder Anmerkungen zum Lebershunt haben, melden sie sich gerne bei uns (s. Kontakt).